Ob Wallbox für zu Hause oder Ladeinfrastruktur für Mehrfamilienhäuser: Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um das Laden von Elektrofahrzeugen mit eigenem Solarstrom.

Neben den Gerätekosten fallen Kosten für Elektroinstallation, Kabelverlegung und gegebenenfalls einen separaten Zählerplatz an. Je nach baulichen Gegebenheiten liegt die Gesamtinvestition typischerweise im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich.

Ja. Wallboxen bis 11 kW sind anmeldepflichtig, ab 12 kW zusätzlich genehmigungspflichtig beim zuständigen Netzbetreiber. Die Anmeldung übernimmt in der Regel der ausführende Elektrofachbetrieb.

Ja, mit einer PV-Anlage und einer geeigneten Wallbox mit Energiemanagement lässt sich das E-Auto bevorzugt mit überschüssigem Solarstrom laden. Manche Systeme bieten dafür einen speziellen PV-Überschussladen-Modus.

Für die meisten privaten Anwendungen reicht eine Wallbox mit 11 kW völlig aus, da E-Autos über Nacht ohnehin ausreichend Zeit zum Laden haben. 22-kW-Wallboxen sind meist nur mit entsprechend leistungsfähigem Hausanschluss sinnvoll.

Für Mehrfamilienhäuser empfiehlt sich ein Lastmanagementsystem, das die verfügbare Anschlussleistung dynamisch auf mehrere Ladepunkte verteilt, sowie eine einheitliche Abrechnungslösung für die einzelnen Nutzer beziehungsweise Wohneinheiten.

Die Verfügbarkeit von Förderprogrammen für private und gewerbliche Ladeinfrastruktur ändert sich regelmäßig auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Es lohnt sich, vor der Anschaffung die aktuellen Förderbedingungen zu prüfen.

Eine Wallbox lädt deutlich schneller und sicherer als eine normale Haushaltssteckdose, da sie für die dauerhafte hohe Last ausgelegt ist und über zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie Fehlerstromschutz verfügt. Von dauerhaftem Laden über eine normale Steckdose wird abgeraten.

Ja, viele moderne Wallboxen lassen sich mit einem Energiemanagementsystem koppeln, das das Laden automatisch in Zeiten günstiger Börsenstrompreise verlegt und so die Ladekosten reduziert.

Je nach Leistung und gewünschter Tarifgestaltung kann ein separater Zähler für die Wallbox sinnvoll oder notwendig sein, insbesondere wenn ein vergünstigter Ladestromtarif genutzt werden soll.

Je nach Batteriegröße des Fahrzeugs dauert eine vollständige Ladung von leer auf voll an einer 11-kW-Wallbox typischerweise zwischen 4 und 8 Stunden – für die übliche nächtliche Ladung ist das in der Regel ausreichend.